dorfschule

Gebäude errichtet: 1809

Übernahme ins Museum: 1992-1993

Nachdem der Schulunterricht zunächst abwechselnd in den Wohnstuben der Eltern gehalten worden war, errichtete die Gemeinde Obermörsbach 1809 ein eigenes Schulgebäude. Hinter dem Hausflur, der mit einer Feuerstelle sowie dem lehmverkleideten Holzschornstein die Flurküche („Ern“) bildet, schließt sich der Schulraum an. Hier unterrichtete ein Lehrer, welcher auch in der Schule wohnte, alle Kinder des Dorfes.

Seit 1823 gingen auch die Schüler aus dem benachbarten Kundert zum Unterricht nach Obermörsbach, bis in Kundert 1835 eine eigene Schule errichtet wurde. Weiterhin gab es einen Lehrer, der im Wechselunterricht die beiden Schulen in Kundert und Obermörsbach betreute. Im Winterhalbjahr hielt er morgens Schule in Kundert und nachmittags in Obermörsbach.

Nach 1878 gingen die Obermörsbacher Kinder in Niedermörsbach zur Schule. Das jetzt im Museum befindliche Schulgebäude wurde seitdem als Abstellraum und Scheune genutzt.


Schule Aussenansicht früherSchule Aussenansicht heute

      

 

 


Das Fachwerk der Schule am Originalstandort in Obermörsbach. Beim Wideraufbau der Schule im Museum wurde die Giebelseite mit Schiefer verkleidet.

 

 

 


 Schule Innenansicht früherSchule Innenansicht heute

 

Der „Klassenraum“ kurz vor der Translozierung des Gebäudes. Im Museum wurden zusätzliche Fenster an der linken Traufseite eingebaut.