hofgartenhaus

Gebäude errichtet um 1720

Das Hofgartenhaus ist das einzige Gebäude des Landschaftsmuseums, welches ursprünglich an diesem Standort errichtet worden ist. Alle anderen Gebäude des Museums wurden hierher transloziert, d.h. versetzt.

Zur Bewirtschaftung des Schlossparks, für den sich bis heute in Hachenburg die Bezeichnung Burggarten erhalten hat, diente das Hofgartenhaus. Hier hatten die Gärtner ihr Domizil, die sich um die Nutz- und Erholungsflächen des Burggartens und des Schlosses kümmerten. Vermutlich wurde der Gewölbekeller des Gebäudes als eine Art Orangerie zur Überwinterung der witterungsanfälligen Pflanzen genutzt.

Kräutergarten4Nach der Etablierung des Englischen Gartenstils erhielt auch die Gestaltung des Schlossparks eine andere Gewichtung. Mitte des 19. Jahrhunderts zogen die Förster in das Hofgartenhaus ein und prägten damit über 100 Jahre lang die Bezeichnung des Gebäudes als „Jagdzeughaus“ oder „Forsthaus“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnte der Stadtbürgermeister im Hofgartenhaus und auch die Stadtbücherei war dort untergebracht.

AnbauSeit 1976 bildet das Hofgartenhaus die Keimzelle des Landschaftsmuseums. Hier waren die ersten Schausammlungsbereiche untergebracht, später folgten die geologische Abteilung und das Münzkabinett. Heute beherbergt das Gebäude die Museumsverwaltung, die Bibliothek und Magazinräume. Der Gewölbekeller wird für Sonderausstellungen genutzt und ist über Durchbrüche mit dem neuen Anbau für die Museumspädagogik verbunden.


Hofgartenhaus1 früherHofgartenhaus1 heute

 


Die Eingangstreppe zum Hofgartenhaus in den 1930er Jahren von der Leipziger Straße aus gesehen. Bis heute prägt die über 300 Jahre alte Eibe diese Ansicht.

 

 


Hofgartenhaus2 früher

                                                                              
                                                                                                  Das Hofgartenhaus Ende der 1980er Jahre.