niederlass hausGebäude errichtet um 1723

Übernahme ins Museum: 1987-1991

Das heutige Eingangsgebäude des Landschaftsmuseums wurde ursprünglich um 1723 im Ort Norken unweit von Hachenburg errichtet. Es gehörte einem mittelständischen Bauern und weist zwei Besonderheiten auf, welche diesem Haustyp auch eigene Bezeichnungen geben.

Zunächst handelt es sich um ein sogenanntes „Einhaus“, „Einheitshaus“ oder „Einfirsthaus“ da der Wohnbereich und der Wirtschaftsbereich mit Scheune und Stall unter einem Dach vereint sind. Nachträglich erhielt das Haus eine Erweiterung, indem an einer Traufseite das Dach „abgeschleppt“, also heruntergezogen wurde. Dadurch entstand der „Niederlass“, der sich an vielen Häusern im hohen und oberen Westerwald findet. Solche Gebäude werden daher auch als Niederlasshäuser bezeichnet.

Heute beherbergt das Gebäude den Eingangsbereich sowie verschiedene Räumlichkeiten für Sonder- und Dauerausstellungen. Im Obergeschoss sind die Themenbereiche Basalthandwerk, Dachdecker, Wiesen- und Haubergswirtschaft, gusseiserne Produkte und eine Zahnarztpraxis aus den 1930er Jahren zu sehen.

Im Zuge eines anstehenden Umbaus wird das Gebäude einen neu gestalteten Eingangsbereich mit Kasse, Shop und Cafeteria erhalten. Ebenso wird dann der Ausstellungsbereich modernisiert.


Niederlass Aussen1 früherNiederlass Aussen1 heute

Das Niederlasshaus Ende der 1980er Jahre am Originalstandort in der Ortsgemeinde Norken. Der Hof wurde damals schon einige Jahre nicht mehr bewirtschaftet und war ebenso wenig bewohnt. Heute passieren die Besucher die ehemalige Scheune, um das Museumsgelände zu betreten. Das einst verputzte Fachwerk des Erdgeschosses ist heute freigelegt.


 Niederlass aussen2 früherNiederlass aussen2 heute

Das Gebäude kurz der Translozierung. Die Gefache sind bereits herausgeschlagen, so dass gut das Fachwerkgefüge zu erkennen ist. Heute stellt sich der gleiche Blick von den Sitzbänken dar.



 Niederlasshaus Balken

 

 

Das Balkengefüge des Niederlasshauses aus Norken beim Wiederaufbau im Landschaftsmuseum. Heute ist das Fachwerk der Giebelseite verdeckt und das Gebäude wird nach dem Umbau über einen Eingangstunnel zu betreten sein.