scheune

Gebäude errichtet um 1680

Übernahme ins Museum: 1980-1983

Die reetgedeckte Scheune ist das älteste Gebäude im Landschaftsmuseum. An ihrem Ursprungsort stand die Scheune zunächst separat, bis an deren Giebelseite ein Wohngebäude mit Stall angebaut wurde und dadurch ein Streckhof entstand.

Heute steht die geräumige Scheune wieder als Einzelgebäude und bildet zusammen mit dem Mühlenwohnhaus, der Ölmühle und dem Backes eine sogenannte „Gehöftgruppe“.

Als Besonderheiten, die für einen wohlhabenden Erbauer der Scheune sprechen, sind die Größe des Gebäudes, die mächtigen Fachwerkbalken und die Verzierung der Gefache mit Kratzputzornamenten in Stipptechnik auszumachen.

Außerdem verfügt das Gebäude über ein sofort angebautes abgeschlepptes Dach an der rückwärtigen Traufseite („Niederlass“) und ein rekonstruiertes Tor mit tragendem Holzwerk an der Außenseite.

Im Inneren gliedert sich die Scheune in drei Zonen. In der Mitte befindet sich die befahrbare Tenne, die zum Abstellen des Leiterwagens und als Dreschraum diente. Rechts und links schließen sich zwei Bansen an, die als Lagerräume für Heu, Stroh und Getreide genutzt wurden. Nach Bedarf ließen sich im oberen Scheunenbereich durch aufgelegte Rundholzstangen weitere „mobile“ Deckenflächen und damit zusätzlicher Stauraum einrichten.


Scheune Aussenansicht früheScheune Aussenansicht heute




Die geräumige Scheune kurz vor der Translozierung ins Museum und am heutigen Standort.

 


  Scheune Kratzputz früherScheune Kratzputz heute




Ein Kratzputzornament, ausgeführt in Stipptechnik in den Kalkputz am Originalstandort der Scheune in Sainscheid. Danben das rekonstruierte Gefach im Landschaftsmuseum.